Bedeutungsvoll: Der „lexical approach“
Sprachen sind zum Kommunizieren da – und nicht nur, um korrekte Sätze zu bilden. Auch der „lexical approach“ setzt darauf, dass die Grammatik vor allem dienende Funktion hat: sie hilft dabei, Bedeutungen und Inhalte zu strukturieren. In dem Lehransatz, der vor zehn Jahren von Michael Lewis geprägt wurde, stehen daher lexikalische Aspekte im Vordergrund.
Kern des lexical approach sind nicht Worte, sondern so genannte „chunks“, Wortgruppen, die inhaltlich zusammengehören, wie etwa feste Wendungen und Kollokationen. Einmal im Langzeitgedächtnis gespeichert, lassen sich chunks blitzschnell abrufen und einsetzen. Und weil immer mehrere Worte zusammen gehören, klappt das Verstehen auch noch, wenn nicht jedes einzelne Wort verstanden wird.
Für das Gehirn ist der Umgang mit chunks ein „Kinderspiel“, denn bereits beim Erstspracherwerb spielen chunks eine Schlüsselrolle: Kinder lernen zunächst die Bedeutung komplexerer Satzfragmente kennen, ehe sie mit einzelnen Wörtern umgehen können.
Fremdsprachenlernern legt der lexical approach vor allem nah, möglichst viel in der neuen Sprache zu sprechen, zu hören und zu schreiben. Konkrete Unterrichtstipps, Material und weitere Informationen gibt es im Internet unter
http://www.teachingenglish.org.uk/think/methodology/lexical_approach1.shtml
http://www.teachingenglish.org.uk/think/methodology/lexical_approach2.shtml
sowie als Schwerpunktthema in der nächsten Ausgabe des „At work“- Magazins (Erscheinungstermin: Februar 2007).


