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Persönliche Erinnerungen an Karlheinz Rebel

Professor Dr. Karlheinz Rebel (1923–2017)

Karlheinz Rebel begegnete ich zuerst im Jahr 2000 auf dem Bundeskongress des Deutschen Vereins für Lehrerfortbildung (DVLfB) in Speyer. Thema war „Quali­täts­entwicklung in Schulen“. In Erinnerung geblieben ist mir besonders ein Abendspa­ziergang in einer kleinen Gruppe, in der Prof. Rebel mich in den Gesprächen beeindruckte durch seine auf unprofessorale Art beigesteuerten pädagogischen, historischen und auch persönlichen Berichte.

Im Anschluss an den DVLfB-Kongress in Speyer stieß Karlheinz Rebel zu der Ar­beits­­gruppe „Die Rolle der Fächer in der Schulentwicklung und Lehrerfortbildung“, für die er entscheidende allgemeinpädagogische und didaktische Beiträge verfasste, beispielsweise zum Thema Wissen. Seine akribische Arbeitsweise auf der Grundlage fundamentaler Kenntnisse der Materie bereicherte die Arbeit der Gruppe, vor allem durch die Einbeziehung bildungstheoretischer Aspekte, was zugleich die Mitglieder zu spannenden Diskussionen herausforderte.

2001 wurde Karlheinz Rebel Gründungsmitglied von The English Academy (TEA) des Braunschweiger Bildungshauses. In dieser Funktion vertrat er als besonderen Schwerpunkt die Allgemeine Erziehungswissenschaft, verfasste Grund­satzpapiere und trug dabei in erheblichem Maße zu zielführenden Diskussionen bei. So legte er zum Beispiel 2006 ein ausführliches Exzerpt-Dossier zur videogestützten Unter­richts­forschung vor.

Im Kontext der TEA publizierte Karlheinz Rebel zahlreiche Einzelbeiträge sowie sein Modul Lernen, dargestellt in „Lernkompetenz entwickeln – modular und selbstgesteu­ert“.

In fester Erinnerung wird mir die Zusammenarbeit bei der Heraus­gabe beziehungs­wei­­se Moderation von Veröffentlichungen bleiben. Alle Manuskripte waren umfassend, mit großer Sorgfalt verfasst, eindeutig markiert und kamen pünktlich an. Sie luden zu Widerspruch und inhaltlicher Auseinandersetzung ein. Auf bewun­derns­werte Weise setzte sich Karlheinz Rebel ernsthaft und wertschätzend mit Kritik ausein­ander, akzeptierte sie oder begründete seine Position und half bei der Suche nach Kompro­mis­sen. Das waren zum Teil herausfordernde, aber bereichern­de Prozesse, die immer sachlich und vor allem freundlich geprägt waren.

Die Begegnungen mit Karlheinz Rebel werden mir in guter Erinnerung bleiben. 

 

Veröffentlichungen (Auswahl)

 


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