Auf Kooperation, auf den Zusammenhalt kommt es an

20 Jahre ist es her, als der britische Schriftsteller Nick Hornby mit seinem Werk „About a boy“ einfühlsam und unmissverständlich beschrieb, dass wir den Kontakt mit anderen Menschen um alles auf der Welt brauchen – „no man is an island“. Der Umgang miteinander funktioniert jedoch nur dann, wenn jeder der Beteiligten zur Kooperation bereit ist. Wer an Schulen unterrichtet, weiß, was dies bedeutet.

Kollaborative Arbeitsformen standen vor einem Jahrzehnt im Fokus der methodischen Praxis-Forschung – Grund genug, sich dem Thema erneut zu nähern: Sind derartige Ansätze längst selbstverständlich im Englischunterricht oder eine weitere überlebte didaktische Mode? Wie können Unterricht und Schulalltag durch Kooperation heute profitieren? Leben Lehrkräfte ihren Schülern vor, was sie von ihnen verlangen? Und was hat die Fähigkeit zur Kooperation mit Competencies for democratic cultures zu tun? Allesamt Fragen, denen sich die Redaktion im Rahmen dieser Ausgabe stellt.

Kooperation entsteht aus einer inneren Haltung

Die Einschätzung Katharina Einhoffs zur Arbeit in ihrer fächerübergreifenden Globalsimulation fasst zusammen, was wir uns bei der Themenfindung für At work Nr. 28 fragten: „[Es] wirkt sich natürlich sehr positiv auf das Arbeitsverhalten der Schüler aus, wenn sie merken, dass die Lehrkräfte kooperieren und die gleichen Ziele verfolgen.“ Jedoch ist Kooperation nicht irgendeine Sache, die man dem Unterricht oder den Lernenden so einfach „überstülpen“ kann; vielmehr entsteht Kooperation aus einer inneren Haltung, die vorgelebt werden muss.

At work Nr. 28: Wie gelingt es, Schüler aktiv in die Planung der eigenen Lernprozesse, des Unterrichts und des Schullebens einzubinden? #Englischunterricht #Collaboration #Kooperation #LehrerTipps

Damit nicht genug. Durch die Forderung des Europarats wächst nun die Verbindlichkeit, nicht nur Phasen des Unterrichts, sondern das ganze Schulleben kooperativer zu gestalten. Doch was heißt das? Wie kann es gelingen, Schüler aktiv in die Planung der eigenen Lernprozesse, des Unterrichts und des Schullebens einzubinden? Wir, At work, haben uns darüber mit Frau Prof. Dr. Marita Schocker von der Pädagogischen Hochschule Freiburg und mit Benjamin Sturm, Lehrer an der Max Brauer Schule in Hamburg, unterhalten.

Darüber hinaus ist in diesem Sommer plötzlich Christoph Edelhoff verstorben, ein wahrer Meister in Sachen Kooperation. Zwei TEA-Beiräte blicken zurück auf das berufliche Leben des großen Netzwerkers, der auch At work viele Jahre als didaktischer Berater begleitet hat. We miss you, Christoph!

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Inhalt von At work 28

Kooperation jenseits von think – pair – share (von Nicole Sienkamp & Stephanie Manz)

Nachruf Dr. Phil H.C. Christoph Edelhoff (von Christa Lohmann & Michael K. Legutke)

Kooperative Lernmethoden im inklusiven Unterricht (von Karin Vogt)

Gemeinsam den Übergang meistern (von Michael K. Legutke)

Stepping into pictures – Englisch im Museum Ludwig lernen (von Roswitha Henseler & Daniela Byvank)

Kooperationsfähigkeit unter der Lupe (von Christa Lohmann)

Hotel Relaxo – eine globale Simulation (Interview mit Katharina Einhoff)


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