Individualisierung und Differenzierung im kommunikativen Englischunterricht

Die folgende, keineswegs umfassende Aufstellung ist ein Angebot für jede Lehrkraft, die sich kritisch mit seinem beruflichen Selbst auseinandersetzen will: Werde ich den gestellten Ansprüchen gerecht? Sind vielleicht bewährte Dinge in Vergessenheit geraten oder Neuerungen noch nicht bei mir angekommen? Nutze ich die Möglichkeiten kollegialer Vereinbarungen oder institutioneller Fortbildung? Gleichzeitig können diese Aspekte Anhaltspunkte für eine Fortbildung sein, die Anregungen für die praktische Umsetzung im Unterricht bereithalten.

1. Haltungen/Einstellungen (attitudes)
  • Heterogenität als Bereicherung sehen
  • Fehler als Lernchancen wahrnehmen
  • positiv verstärken statt ständig verbessern
  • „Niemand kann nichts“
  • Vertrauen haben
2. Wissen (knowledge)
  • wie Sprachen gelernt werden
  • über die Unterschiedlichkeit schulischen Lernens
  • über methodische und didaktische Grundlagen und deren praktische Umsetzungsmöglichkeiten
  • über Diagnoseverfahren
  • über die Auswirkungen von Selektion
  • dass es keine Homogenität in Lerngruppen gibt
  • über Anforderungen, die in Standards und Bildungsplänen stehen
  • über Formen von Lernerfolgskontrollen, Tests und Prüfungen (assessment OF learning)
  • über die Bedeutung des pädagogischen und sozialen Bezugs in der Lerngruppe
  • über den Stellenwert sprachlicher Mittel, insbesondere der Grammatik
  • über den Stellenwert von Übungen, Aufgaben, Aktivitäten und Projekten
3. Können (skills)
  • grundsätzlich: das Wissen in unterrichtliches sowie pädagogisches Handeln umsetzen
  • motivieren
  • unterschiedliche Lernwege ermöglichen
  • herausfordern, insbesondere zu entdeckendem Lernen
  • aus Fehlern lernen lassen
  • den Unterricht rhythmisieren
  • eine Balance finden zwischen fordern und wachsen sowie sich entwickeln lassen (Stichwort Reformpädagogik: „führen und wachsen lassen“)
  • unterschiedliche Medien nutzen
4. Hilfen (support)
  • durch geeignetes Unterrichtsmaterial (einschließlich Medien)
  • durch klare Zielbestimmungen
  • durch lernförderliches Feedback (assessment FOR learning)
  • durch gemeinsame Planung
  • durch Raum und Zeit, die zur Verfügung gestellt werden

Bildquellen

  • Ask: Canva

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