8. Mediendidaktisches Kolloquium in Heidelberg

Wie können Videofilme, Lernsoftware oder Weblogs sinnvoll beim Fremdsprachenlernen eingesetzt werden?

Diesen aktuellen Fragen der Medien- und Fremdsprachendidaktik widmete sich vom 4. bis 6. Oktober das 8. Mediendidaktische Kolloquium an der Pädagogischen Hochschule (PH) Heidelberg unter der Leitung der TEA-Mitglieder Prof. Dr. Andreas Müller-Hartmann von der PH Heidelberg und Prof. Dr. Marita Schocker-von Ditfurth von der PH Freiburg. Unter dem Motto „Aufgabenorientiertes Lernen und Lehren mit Medien: Ansätze, Erfahrungen, Perspektiven in der Fremdsprachendidaktik“ beleuchteten dafür Experten aus ganz Deutschland den Einsatz traditioneller und moderner Medien im modernen Fremdsprachenunterricht.

Die beiden Hauptvorträge wurden von TEA Mitglied Prof. Dr. Michael K. Legutke von der Universität Gießen und von Dr. Markus Ritter von der Universität Duisburg-Essen gehalten. Auf besonderes Interesse bei den rund 100 internationalen Teilnehmern stießen Beiträge zum Thema Web 2.0 und dem Einsatz von zum Beispiel aktuellen Online-Textformen im Unterricht.

Thomas Raith von der PH Heidelberg stellte dazu eine Studie vor, die den positiven Einfluss des „Online-Schreibens und Lesens“ auf das Schreiben und die Sprachproduktion auf der Basis von Weblogs bei Schülern nachweist. Auf der anderen Seite hat sich auch gezeigt, dass auf dem Weg zum multimedialen Fremdsprachenunterricht noch viele Hürden zu überwinden sind. „Oft stehen in Schulen und Einrichtungen noch institutionelle Zwänge wie die vorherrschende Unterrichtskultur (strikte Lehrbucharbeit, 45-Minuten Takt) im Vordergrund und nicht der didaktische Gedanke, den Unterricht am eigenständigen Bearbeiten von Aufgaben zu orientieren“, so Müller-Hartmann. Das Mediendidaktische Kolloquium findet zweijährig statt mit wechselnden Themenschwerpunkten.

Weitere Informationen zum Mediendidaktischen Kolloquium finden Sie auf den Seiten der PH Heidelberg.

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