„Ein bisschen Nachsicht, und die Leistung verdoppelt sich“

Seien Sie viel gelassener
im Umgang mit Fehlern. Das rät Prof. Dr. Konrad Schröder Lehrern im Gespräch über Sprachrichtigkeit und kommunikative Kompetenz.
Das Interview

Besser kommunizieren können

ist das entscheidende Kriterium im Englischunterricht, betont Otfried Börner im Gespräch über Sprachrichtigkeit und das Üben in heterogenen Lerngruppen.
Das Interview

Mit vier Lerngeschichten und einer Defizitgeschichte

veranschaulichte Dr. Annemarie von der Groeben die Notwendigkeit von Nachsicht und Einsicht in Lernprozesse, um Schülerinnen und Schüler zu ihren bestmöglichen Leistungen zu bringen. Die ehemalige Pädagogische Leiterin der Laborschule Bielefeld plädiert in ihrem Einführungsreferat zur 45. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Englisch an Gesamtschulen für eine neue Fehlerkultur.  Sie warb für eine Wiederentdeckung der „Fehlerfreundlichkeit“. Pädagogik und Philosophie verstehen Fehler als produktive Quelle menschlichen Lernens.

Deshalb empfiehlt von der Groeben 5 Leitsätze zu berücksichtigen, um Fehler produktiv zu nutzen:
  1. Verantwortung und Bewährung statt Disziplinierung
  2. Aktive Aneignung und echte Erfahrungen statt „vorgekautem“ Wissen
  3. Lernfortschritte unterstützen statt Defizite bestrafen
  4. Individualisierung statt Normierung
  5. Hilfen geben für den nächsten Schritt statt auf Lücken „herumzureiten“.

Annemarie von der Groeben:

Das mit den Fehlern ist bekanntlich ein weites Feld. Eines der weitesten und, obwohl vielleicht am allermeisten beackert, eines der sperrigsten. Es entzieht sich gradlinigen Abgrenzungen. Die pädagogische Dimension, die hier mein Thema sein soll, und die didaktische, die uns alle verbindet, gehören untrennbar zusammen und sind wiederum, wie die Bodenbeschaffenheit eines Ackers, von den tiefer liegenden Schichten geprägt. Hier: von der kulturellen Überlieferung, speziell der pädagogischen, von aktuellen Einflüssen wie der herrschenden Bildungspolitik und, ganz allgemein, von menschlicher Befindlichkeit.

Erlauben Sie mir darum, hier in drei Durchgängen sozusagen unterschiedliche Bodenproben vor Ihnen auszubreiten, die einen Eindruck davon vermitteln, wie das alles miteinander zusammenhängen könnte. „Könnte“ im Konjunktiv, denn ich glaube, dass wir im Verstehen von Fehlern alle Anfänger sind.

Früchte vom Baum der Erkenntnis

Lassen Sie mich mit einem Eingeständnis beginnen, sozusagen mit einem kollegialen Stoßseufzer, der Ihnen pädagogisch bedenklich erscheinen mag und nicht den Erwartungen dieser Veranstaltung entspricht: …

Lesen Sie hier das gesamte Referat von Annemarie von der Groeben (veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Bundesarbeitsgemeinschaft Englisch an Gesamtschulen e.V. ).

Um den sinnvollen Umgang mit Fehlern geht es auch in At work 15.


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