Webinar: Der Englischunterricht der nächsten Jahre

Das Webinar mit Prof. Dr. Konrad Schröder ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Melden Sie sich hier an: für das Webinar am Montag, 19.09.2016, 17:00 Uhr für das Webinar am Mittwoch, 21.09.2016, 17:00 Uhr

Brexit und Europäische Sprachenpolitik, der Orientierungsrahmen Globale Entwicklung und die neue Mehrsprachigkeit im Englischunterricht –

Wie meistern wir die Herausforderungen?

In den vergangenen 20 Jahren hat sich das Tempo, mit dem neue Rahmenbedingungen, Denkansätze, Schwerpunkte und Ausführungsbestimmungen für Schule und Unterricht verändert haben, weiter erhöht. Der Fremdsprachenunterricht allgemein und der Englischunterricht im Besonderen sind in hohem Maße betroffen; Die früher als Merkmal von Schule gepriesene Kontinuität des Bildungserwerbs scheint völlig auf der Strecke geblieben zu sein.

  • Gestufte Mehrsprachigkeit anstelle von klassischer Sprachbeherrschung
  • Kompetenz- anstelle von Lernzielorientierung
  • Handlungsorientierung anstelle von klassischer Wissenszentrierung
  • interkulturelles Lernen anstelle angestammter Landeskunde
  • neue Evaluationskultur anstelle von klassischer Leistungsüberprüfung
  • Portfolioarbeit, Lernstandserhebungen neben formativen Lernerfolgskontrollen
  • Bildungsstandards
  • Sprachbewusstheit und Sprachlernbewusstsein

Das sind nur einige Stichwörter, die den Wandel, aber auch die Unrast signalisieren. Sprach man vor zwölf Jahren über die PISA-Studie, vor acht Jahren über DESI, vor drei Jahren über die neuen „Abiturstandards“, so hat 2016 schon wieder seine eigenen Themen und Herausforderungen – bedingt durch europa- und weltpolitische Entwicklungen und Krisen, aber auch durch darauf basierende Einsichten.

Gibt es klare Entwicklungslinien in der Sprachenpolitik und -didaktik?

Lohnt es sich überhaupt, sich auf neue Entwicklungen einzulassen, wenn doch der Wechsel der didaktischen Fokussierungen das einzig Dauerhafte zu sein scheint? Es lohnt sich dann, wenn man Grundprinzipien der Unterrichtsentwicklung von bloßen didaktischen Moden zu unterscheiden gelernt hat. Voraussetzung dafür ist, dass man über ein didaktisches Konzept von dem verfügt, wozu Englischunterrricht im Fächerkanon eigentlich da ist, welche Aufgaben das Fach sprachlich, kommunikativ, kulturell und pädagogisch hat, und wie Unterricht gestaltet werden sollte, um im Sinne dieser vier Aufgabenkategorien effizient zu sein. Unter Fachleuten ist die Übereinstimmung erstaunlich groß. Kein Wunder, denn es gibt so etwas wie fachdidaktischen common sens, auch wenn der im Lehramtsstudium und in der Zweiten Phase mitunter mehr verschüttet als gefördert wird.  Dann zeigt sich auch, dass es  bei allem Wechsel in den fachlichen Fokussierungen klare Entwicklungslinien gibt und sich Neuansätze und selbst didaktische Moden einordnen und verstehbar machen lassen.

Das Webinar zeigt Lösungsansätze für den Englischunterricht

Das Webinar wendet sich drei unterschiedlichen aktuellen Phänomenen der Jahre 2015/2016 zu. Sie haben Einfluss auf die Entwicklung des Englischunterrichts haben, zu didaktischen Positionierungen zwingen und unterrichtspraktische Herausforderungen darstellen.

  1. Im Zeitalter des Brexit und verwandter Erscheinungen, und folglich auch einer sich neu definierenden Europäischen Union, sind die Brüsseler Tagträume von der Drei- und Mehrsprachigkeit der Unionsbürger („mindestens drei Unionssprachen“) endgültig ausgeträumt. Die europäische Sprachenpolitik muss neu gefasst und die Rolle des Englischen darin endlich offen definiert werden. Gäbe es nicht Irland und Malta (und vielleicht ja bald auch Schottland): Englisch wäre nach dem Brexit keine Unionssprache mehr.
  2. Die sprachenpolitischen Folgen der Globalisierung haben mit der Vorgabe der KMK und des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit 2015 die deutschen Schuladministrationen erreicht. Was bedeutet globales Lernen in einem Englischunterrricht, der als erste Fremdsprache im Rahmen lebensbegleitenden Sprachen- und Kulturenlernens die Aufgabe hat, ein gateway to languages zu sein?
  3. Jahrzehntelang hat der Englischunterricht unter dem Einfluss eines naiven Behaviorismus nicht nur die Muttersprache der deutschen Lernenden ignoriert, sondern auch die real exisiterende Mehrsprachigkeit in unseren Klassen. Wie sieht ein Englischunterricht aus, der den Mutter-, Zweit-, Herkunfts- und zuvor ja vielleicht erworbenen (Kindergarten- bzw. Schul-) Sprachen Rechnung trägt? Sprachen werden nun einmal vor dem Hintergrund zuvor erworbener Sprachen erlernt. Die Frage ist nicht neu, aber die durch Migration aus Afrika und Asien bedingte Mehrsprachigkeit hat dennoch eine neue Qualität. Wie geht man damit um?

An den drei Beispielen wird aufgezeigt, wie unterrichtspraktische Herausforderungen ohne grundlegende Schwierigkeiten lösbar sind. Man kann sich an den durchläufigen Entwicklungstendenzen des Schulfaches Englisch hin zu mehr Unterrichts- und Lernqualität während der vergangenen zwanzig Jahre orientieren und im Übrigen jenem gesunden, kritischen und lebenspraktischen Menschenverstand folgen, der die Lehrerschaft auszeichnet oder doch zumindest auszeichnen sollte.

Das Webinar mit Prof. Dr. Konrad Schröder ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

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für das Webinar am Mittwoch, 21.09.2016, 17:00 Uhr


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